Journal

In unserem Journal teilen wir Gedanken zu Architektur, Bauen im Bestand und unserer Arbeitsweise – Einblicke hinter die Kulissen unserer Projekte.

Phase Null in der Praxis: Was Bauherren wissen müssen – bevor sie planen lassen

Phase Null in der Praxis: Was Bauherren wissen müssen – bevor sie planen lassen

  • Phase Null
  • Machbarkeitsstudie
  • Bauherren

Sie haben ein Grundstück, ein Bestandsgebäude oder eine Idee. Bevor Sie einen Architekten mit der Planung beauftragen, gibt es eine Phase, die über alles Weitere entscheidet. Sie heißt Phase Null – und die meisten Bauherren kennen sie nicht.

Die teuersten Fehler passieren vor LPH 1

Ein Projekt scheitert selten an der Ausführungsplanung. Es scheitert an falschen Annahmen, die viel früher getroffen wurden: an einem Grundstück, das planungsrechtlich nicht das hergibt, was erhofft wurde. An einer Nutzung, die wirtschaftlich nicht trägt. An Beteiligten, die zu spät einbezogen wurden.

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Baukulturbericht 2026/27: Phase Null als Pflicht, nicht als Option

Baukulturbericht 2026/27: Phase Null als Pflicht, nicht als Option

  • Phase Null
  • Baukultur
  • Baukulturbericht

Alle zwei Jahre erscheint der Baukulturbericht der Bundesstiftung Baukultur – das wichtigste Dokument zur Lage des Bauens und Planens in Deutschland. Die Ausgabe 2026/27 widmet sich intensiv der Frage, was erfolgreiche Projekte von gescheiterten unterscheidet. Die Antwort ist eindeutig: Es sind die Prozesse vor der eigentlichen Planung.

Die zentrale Forderung des Berichts lautet: Mit der Phase Null die Basis für Baukultur legen.

Die Handlungsempfehlungen im Überblick

Der Bericht formuliert konkrete Forderungen an Bauherrschaft, Planende, Kommunen und Politik. Die wichtigsten im Überblick:

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Was ist die Phase Null? Die vergessene Phase vor der Planung

Was ist die Phase Null? Die vergessene Phase vor der Planung

  • Phase Null
  • Projektvorbereitung
  • Machbarkeitsstudie

Wer ein Gebäude bauen, umbauen oder umnutzen möchte, denkt oft sofort an Grundrisse, Baugenehmigungen und Kosten. Verständlich. Aber die entscheidenden Fragen kommen früher:

Ist das Vorhaben überhaupt realisierbar? Ist der Standort geeignet? Welche Nutzung macht Sinn – wirtschaftlich, rechtlich, städtebaulich? Was kostet das Gebäude nicht nur im Bau, sondern über seinen gesamten Lebenszyklus?

Diese Fragen gehören in die Phase Null – eine vorbereitende Projektphase, die in der klassischen HOAI-Struktur nicht explizit verankert ist, in der Praxis aber über Erfolg oder Scheitern eines Vorhabens entscheidet.

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Leere Büros, volle Städte – Deutschlands verschenktes Potenzial

Leere Büros, volle Städte – Deutschlands verschenktes Potenzial

  • Leerstand
  • Wohnungsmangel
  • Konversion
  • Deutschland
  • Büroleerstand
  • Umnutzung
  • Nachhaltigkeit

Stellen Sie sich vor, Sie bauen eine neue Stadt für 100.000 Menschen — und lassen sie danach einfach leer stehen. Genau das passiert gerade in Deutschland. Mehr als 8,4 Millionen Quadratmeter Bürofläche stehen in den sieben größten deutschen Städten leer (JLL, Q2 2025), während nach Einschätzung des Pestel-Instituts bundesweit 1,4 Millionen Wohnungen fehlen. Zwei Krisen, die sich auf demselben Stadtplan abspielen — und doch kaum miteinander in Verbindung gebracht werden. Wir glauben, dass das ein Fehler ist.

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Frankfurt: Bestand zuerst – aber nicht Bestand allein

Frankfurt: Bestand zuerst – aber nicht Bestand allein

  • Wohnungsbau
  • Frankfurt
  • Nachverdichtung
  • Neubau
  • Bestand
  • Bauen
  • Wohnungsmarkt

Frankfurt wächst — der Wohnraum nicht im gleichen Tempo. Mit einer Leerstandsquote von 0,2 Prozent (IHK Frankfurt, Wohnungsmarktbericht 2024|2025) gehört der Markt zu den angespanntesten in Deutschland — ein Wert, der praktisch keinen Spielraum lässt. Gleichzeitig sind die Baugenehmigungen in Frankfurt zwischen 2021 und 2024 um rund 40 Prozent eingebrochen, und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung beziffert den jährlichen Neubaubedarf auf 4.000 Wohneinheiten (BBSR, April 2025) — eine Zahl, die der Markt derzeit bei weitem nicht erreicht. Der Druck auf die Stadt bleibt hoch, und er wird nicht von selbst nachlassen.

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Lange Tafel der Baukultur – Offenbach weiterbauen

Lange Tafel der Baukultur – Offenbach weiterbauen

  • Baukultur
  • Stadtentwicklung
  • Offenbach am Main
  • Bundesstiftung Baukultur

Am 19. Juni 2026 luden wir am HafenCampus der HfG Offenbach zu einem offenen Stadtgespräch ein: Offenbach weiterbauen – Vom Masterplan 2030 zur Stadt von morgen. Was ursprünglich als Podiumsdiskussion geplant war, wurde zu einem echten Abend der Begegnung — und das in des Wortes schönster Bedeutung.

Ankündigungsplakat der Langen Tafel der Baukultur 2026 – Offenbach Weiterbauen

Trotz sommerlicher Hitze diskutierten Prof. Dr. Kai Vöckler, Ron Reck und Jan Schulz gemeinsam mit den Gästen, wie eine Stadt wächst, ohne sich selbst zu verlieren. Im Mittelpunkt stand Offenbach am Main: eine Stadt im Wandel, mit einem ambitionierten Masterplan 2030 und dem Potenzial, zu einem Modell für nachhaltige Stadtentwicklung im Rhein-Main-Gebiet zu werden.

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Bauen im Bestand: Warum wir alte Gebäude neu denken

Bauen im Bestand: Warum wir alte Gebäude neu denken

  • Bauen im Bestand
  • Nachhaltigkeit

Jedes bestehende Gebäude erzählt eine Geschichte – von der Zeit seiner Entstehung, von den Menschen, die darin gelebt und gearbeitet haben, und von den Spuren, die sie hinterlassen haben. Für uns beginnt Architektur nicht mit einem leeren Blatt, sondern mit dem genauen Hinsehen: Welche Qualitäten stecken bereits in der vorhandenen Substanz? Was lässt sich erhalten, was muss weichen, und wo entsteht Raum für Neues?

Bauen im Bestand bedeutet für uns weit mehr als Sanierung im technischen Sinn. Es ist eine Haltung: die Bereitschaft, sich auf ein Gebäude einzulassen, seine Struktur zu verstehen und daraus einen Entwurf zu entwickeln, der sowohl der Geschichte des Ortes als auch den heutigen Anforderungen gerecht wird. Häufig liegen gerade in scheinbaren Einschränkungen – einer tragenden Wand, einer ungewöhnlichen Raumhöhe, einem denkmalgeschützten Detail – die interessantesten Entwurfsimpulse.

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Vom Grundriss zur Umsetzung: Unser Planungsprozess

Vom Grundriss zur Umsetzung: Unser Planungsprozess

  • Planung
  • Prozess

Ein gutes Projekt beginnt lange vor dem ersten Bauantrag. Am Anfang steht für uns immer das Gespräch: Wie wird ein Raum genutzt, welche Bedürfnisse und Wünsche stehen dahinter, welche Rahmenbedingungen gibt es – baurechtlich, konstruktiv, finanziell? Erst wenn diese Fragen geklärt sind, beginnt die eigentliche Entwurfsarbeit.

Aus der ersten Idee entwickeln wir Grundrissvarianten, die wir gemeinsam mit unseren Bauherrinnen und Bauherren diskutieren und verfeinern. Skizzen, Machbarkeitsstudien und einfache Modelle helfen dabei, räumliche Zusammenhänge greifbar zu machen, lange bevor die erste Wand gebaut wird. Dieser iterative Prozess ist entscheidend: Er gibt Raum, Ideen zu testen, Alternativen abzuwägen und am Ende zu einer Lösung zu kommen, die wirklich trägt.

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Nachhaltige Sanierung: Mehr Wert für Bestandsimmobilien

Nachhaltige Sanierung: Mehr Wert für Bestandsimmobilien

  • Sanierung
  • Nachhaltigkeit
  • Wertsteigerung

Viele Bestandsimmobilien verfügen über mehr Potenzial, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Veraltete Grundrisse, geschlossene Raumstrukturen oder eine in die Jahre gekommene Gebäudetechnik verdecken oft, wie viel architektonische und wirtschaftliche Qualität in einem Gebäude steckt. Eine durchdachte Sanierung kann genau das sichtbar machen.

Am Anfang jeder Sanierung steht eine genaue Bestandsaufnahme: Wie ist das Gebäude konstruiert, wo liegen tragende Strukturen, wie ist die Energiebilanz, welche Auflagen bestehen? Auf dieser Grundlage entwickeln wir Konzepte, die bauliche Eingriffe gezielt einsetzen – etwa um Räume zusammenzuführen, mehr Tageslicht in die Wohnung zu bringen oder die Gebäudehülle energetisch zu ertüchtigen.

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