Ein Jahr alma:s Architekten — unser KI-Assistent hat gefragt, wir haben geantwortet
Zum ersten Jahrestag von alma:s Architekten Lopez Jibrel PartG mbB hat uns unser KI-Assistent BOB in einem echten Interview befragt — über Gefühle, Hürden und Reflexionen aus unserem ersten Jahr als selbstständige Architekten. Die Antworten sind unbearbeitet. So wie wir sind.
Der Moment vor einem Jahr
Als wir letzten Oktober das Notarbüro in Frankfurt verließen, standen wir auf dem Bürgersteig und schauten uns an. Adoul sagte: „Scheiße, jetzt haben wir eine Firma." Dann: „Herzlichen Glückwunsch, Partnerin." Und Jorge: „Herzlichen Glückwunsch, Partner." Ein Händedruck. Das war der Anfang von alma:s Architekten.
Was danach kam, war kein gerader Weg. Es war ein Jahr voller Momente, die wir so nicht erwartet hatten — weder die guten noch die schwierigen. Anlässlich unseres ersten Jahrestages hat uns unser KI-Assistent BOB acht Fragen gestellt, wie man sie aus Dokumentationen und Interviews kennt. Persönliche Fragen. Fragen, die wir uns selten gegenseitig stellen, obwohl wir täglich zusammenarbeiten — und zusammenleben.
Hier sind unsere Antworten.
„Krass, wir haben’s endlich gemacht." — Über den ersten Moment
BOB hat gefragt: Was war der allererste Gedanke, als ihr das Notarbüro verlassen habt?
Jorge: Das war auf jeden Fall ein sehr besonderer Moment — mit viel Freude, viel Aufregung, viel Adrenalin, vor allem im Herzen. Der erste Gedanke war: Wir machen unser kleines Empire. Wir werden viele schöne Häuser bauen, viele schöne Gebäude. Wir werden Menschen glücklich machen. Und wir werden endlich mit Spaß alles machen, jeden Tag.
Adoul: Ich erinnere mich, wie wir rausgekommen sind und ich gedacht habe: Scheiße, jetzt haben wir wirklich eine Firma.
Dann haben wir gelacht. Und uns die Hand gegeben.
„Egal wie dunkel der Tag aussah — die Sonne kommt am Ende trotzdem raus." — Über die härtesten Momente
BOB hat gefragt: Was war die schwerste Woche, und wie habt ihr euch gegenseitig da rausgezogen?
Jorge: Man plant die Selbstständigkeit lange im Voraus. Man glaubt, man kennt die Risiken. Aber wenn der Moment wirklich kommt — wenn die Woche wirklich so hart ist — dann ist man trotzdem überrascht. Man zweifelt an sich. Ob man genug gelernt hat. Ob man die richtigen Entscheidungen trifft. Aber am Ende sind das alles Probleme, die man lösen kann — mit Gesprächen, mit Reden, mit einem guten Gewissen. Das Wichtigste ist, niemals den Optimismus zu verlieren.
Adoul: Egal wie viel man sich im Kopf vorbereitet: Die Realität zeigt immer andere Momente. Wenn einer von uns gefallen ist, hat der andere ihn aufgehoben und auf die Beine gestellt. Dafür bin ich dankbar für diese Partnerschaft. Wirklich.

„Der erste Auftrag von jemandem, der uns nicht kannte." — Über den stolzesten Moment
BOB hat gefragt: Wann habt ihr euch angeschaut und gedacht: Ja, genau dafür haben wir das gemacht?
Adoul: Zwei Momente kommen mir sofort in den Sinn. Erstens: der erste Auftrag ohne Weiterempfehlung aus dem Bekanntenkreis — von jemandem, der einfach einen Architekten gesucht und uns gefunden hat. Das war ein sehr stolzer Moment. Und zweitens: die Lange Tafel der Baukultur. Ein Ziel, das wir uns gesetzt hatten, das wir erreicht haben, und für das wir bis heute nur positives Feedback bekommen.
Jorge: Die Lange Tafel — das haben wir zu zweit aufgebaut. Alles selber gemacht. Und als dann die Gäste kamen, als man gesehen hat, wie dieses Format angenommen wird, war das ein Glücksgefühl, das ich nicht beschreiben kann. Genau wie dieser Moment, wenn jemand nach dem ersten Gespräch merkt, dass wir ihn wirklich verstanden haben — und uns beauftragt. Und dann noch etwas, was wir fast vergessen hätten: der Tag, an dem wir unser Büro eingerichtet haben. Als die Möbel standen, die Dekoration, die Farben. Eine leere Fläche wird plötzlich ein Ort. In dieses Büro gehe ich jeden Tag mit Freude — egal, wie schwierig der Tag sein wird.

„Dieses Jahr hat uns mehr Nähe gebracht als die letzten sechs Jahre zusammen." — Über Partnerschaft
BOB hat gefragt: Ihr seid nicht nur Büropartner, ihr kennt euch lange und lebt zusammen. Wie hat sich eure Beziehung verändert?
Adoul: Zusammenzuarbeiten ist ein anderes Niveau als zusammenzuleben. Man muss nicht nur mit Liebe an den anderen rankommen, sondern auch immer mit Respekt — auch wenn man anderer Meinung ist, auch wenn man die andere Arbeitsweise nicht sofort versteht. Dieses Jahr hat uns näher zusammengebracht als die letzten sechs Jahre, in denen wir uns kennen. Durch diesen Kontakt, fast vierundzwanzig Stunden.
Jorge: Es ist nicht immer einfach. Wir sind nicht immer einer Meinung. Aber am Ende des Tages haben wir über alles gelacht — über unsere Entscheidungen, über die Schwierigkeiten. Das Schönste ist: Wir haben die gleiche Richtung. Wir können offen miteinander sprechen. Und wir versuchen, den anderen wirklich zu verstehen, auch wenn wir es in dem Moment nicht können. Ich habe auch gelernt, kleine Abstände zu schätzen — nicht weil ich meine Partnerin nicht sehen möchte, sondern weil ich in solchen Momenten fokussierter bin. Früher hatte ich viel Zeit für mich, die ich weniger gut genutzt habe. Jetzt nutze ich diese Zeit gezielt.
Adoul: Man lernt mehr über Zeitqualität. Man fragt sich: Für wen und wofür ist diese Zeit? Für sich persönlich? Für uns beide? Für die Arbeit? Das war vorher nie so bewusst.
„Du bist selbstständig — und genau wie dieser Titel sagt: Du brauchst niemanden außer deinem Bauchgefühl." — Über das, was wir dem Vorjahres-Ich sagen würden
BOB hat gefragt: Was würdet ihr dem Adoul und dem Jorge von vor einem Jahr sagen?
Jorge: Was ich damals nicht wusste: wie schwierig es ist, als Büro bekannt zu werden, wenn man als Marke neu ist. Wie schwer es ist, an Projekte ranzukommen, wenn einen keiner kennt. All das — Buchführung, Kosten, Akquise — nimmt so viel Zeit, das glaubt man vorher gar nicht.
Adoul: Ich würde nicht alles anders machen. Die gleichen Fehler, ja — aber schlauer damit umgehen. Ich hatte am Anfang noch die Vorstellung, dass es echte Mentoren gibt, Menschen, auf die man sich verlassen kann. Diese Erwartung hat mich manchmal enttäuscht. Heute sage ich: Du bist selbstständig. Du gehst mit deinem Bauchgefühl. Fehler gehören dazu — ohne sie lernst du nicht. Und das Einzige, was ich mir wünsche: Hab immer Mut. Hab niemals Angst. Spring — auch wenn du in ein Loch fällst, stehst du wieder auf.
„Ein Ort für Architektur, Diskurs, Begegnung — ein Salon im Herzen Frankfurts." — Über die Vision
BOB hat gefragt: Was soll alma:s in fünf Jahren sein?
Adoul: alma:s ist unser Kind. Ein Jahr alt jetzt. Ich wünsche mir, dass es in fünf Jahren mehr ist als ein Büro, das Pläne zeichnet. Ich möchte, dass alma:s ein Ort ist — für Architektur, für Energieberatung, für Gespräche. Ein interdisziplinärer, multidiverser Salon. Ein kreativer Ort, an dem verschiedene Menschen zusammenkommen.
Jorge: alma:s bedeutet für uns Seele — und Diamant. Wertvoll nicht um jeden Preis, sondern wegen der Menschen, wegen der Leidenschaft, wegen dem, was wir tun. Architektur ist für uns keine Dienstleistung — es ist eine Passion. In fünf Jahren möchte ich, dass man weiß, was man von uns bekommt: Architekten, die zuhören, die Probleme ernst nehmen, die alles tun — no matter what. Erste Mitarbeiter wünsche ich mir. Projekte nicht nur für Private, sondern auch für öffentliche Auftraggeber. Und den alma:s Kaffee — mit einem richtig guten Espresso. ☕
„Ich habe gelernt, an mich zu glauben." — Über das Unerwartete
BOB hat gefragt: Was hat euch dieses Jahr geschenkt, womit ihr gar nicht gerechnet habt?
Jorge: Reflexion. Ich habe gelernt, die Zweifel zu unterdrücken — nicht durch Verdrängung, sondern durch Erkenntnis. Ich habe genug Wissen. Meine Entscheidungen haben Gewicht. Ich bin weit genug. Das klingt einfach, aber es wirklich zu verinnerlichen, hat mich dieses Jahr gebraucht. Und ich habe gelernt: Selbstständigkeit bedeutet auch Freiheit. Nicht jeden Tag zehn Stunden arbeiten, sondern manchmal drei Stunden — und dann in die Stadt gehen, Architektur beobachten, eine kleine Reise machen. Das macht diese Selbstständigkeit so besonders.
Adoul: Ich habe gelernt, zu meinem ursprünglichen Selbst zurückzukommen. Frei von Angst. Positiv. Jeden Morgen aufstehen, nicht nervös sein, durch die Wand laufen — und am Ende merken: Es war gar nicht so schwer. Das ist etwas, woran ich noch arbeite. Aber ich bin näher dran als vor einem Jahr.
Ein Wunsch fürs zweite Jahr
BOB hat gefragt: Nicht der Plan — der Wunsch.
Jorge: Aufregende, spannende Projekte. Und mehr Reisen.
Adoul: Mehr Aufträge. Arbeit ist niemals eine Hürde — Arbeit ist ein Segen. Das hat mir meine Mutter immer gesagt, meine Oma immer gesagt. Und ich glaube daran, solange man es von ganzem Herzen macht.
Jorge: Und mehr ehrliche Menschen. Menschen, die einen wirklich unterstützen. Die an einen glauben.
Danke
Dieses erste Jahr gehört allen, die mit uns gegangen sind — unseren ersten Klienten, unseren Weggefährten, der Bundesstiftung Baukultur, dem Team von Rimini Barbershop, der HfG Offenbach, und allen, die an die Lange Tafel der Baukultur geglaubt haben.
alma:s ist ein Jahr alt. Wir wachsen. Mit Haltung, mit Herz — und mit Freude an dem, was wir jeden Tag tun.
— Jorge Lopez & Adoul Jibrel, alma:s Architekten Frankfurt, Oktober 2026
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